AG 60 plus SPD Gemeindeverband Edenkoben-Maikammer lädt sehr herzlich ein:

Veröffentlicht am 13.02.2016 in Termine

AG 60 + Gemeindeverband Edenkoben-Maikammer lädt herzlich ein:

"Rechtzeitig Vorsorge treffen ! -  Wer hilft mir, wenn ... ?" 

"Thema: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung !" > PEX.de

Dienstag, den 16.02.2016
um 19.00 Uhr > AG60plus
 
Ort: St. Martin, Talstr. 59
Restaurant Wappenschmiede
 
Thema siehe: ASG-Suedpfalz.de

 

 

> ASG: HEUTE FÜR MORGEN ENTSCHEIDEN !

 
"PATIENTENVERFÜGUNG & VORSORGEVOLLMACHT":

 

Jede/r Bürgerin/Bürger sollte sich sehr gut überlegen, ob sie/er überhaupt eine Patientenverfügung erstellt. Es gibt zwar ein neues Gesetz zur Patientenverfügung (seit 9/2009), mit dem eine Patientenverfügung für alle Ärzte, private Bevollmächtigte und gesetzliche Betreuer rechtsverbindlich ist. Bei den meisten Krankenhausaufnahmen wird mittlerweile nach dem Vorhandensein einer Patientenverfügung gefragt. Dies vermittelt Bürgerinnen und Bürgern den Eindruck, man müsse eine Patientenverfügung haben.

Allerdings gibt es, entgegen der in der Bevölkerung verbreiteten Meinung, jedoch ausdrücklich keine Verpflichtung eine Patientenverfügung zu erstellen.

Mehrheitlich wollen Bürgerinnen und Bürger niemandem zur Last fallen, auch nicht den Familienangehörigen und dem Staat. Auch das Prinzip Hoffnung - unser aller Lebensmotor - wird bei einer tatsächlichen Erkrankung oft unterschätzt - im Erkrankungsfall möchte man eben meist doch lebenserhaltende Maßnahmen durchgeführt sehen und möchte eben meist doch weiterleben.

Jede ärztliche Behandlung oder Nichtbehandlung ist nur mit Einwilligung/Ablehnung des Patienten möglich, außer im medizinischen Notfall - denn die Ärzteschaft hat hier auch ohne Einwilligung die Möglichkeit menschliches Leben zu retten.

Die Patientenverfügung ist eine vorwegnehmende Willenserklärung, für den Fall, dass man sich weder mündlich noch schriftlich äußern kann. Vorwegnehmend denkt man eben oft anders, als in einer konkreten Erkrankungs-Situation. Auch der medizinische Fortschritt kann nicht vorhergesehen werden. Was heute unheilbar ist, kann in Zukunft heilbar sein. Bürgerinnen und Bürger haben meist Angst vor Schmerzen und vor der Abhängigkeit von Dritten. Diese Ängste gilt es durch geeignete Schmerztherapie, Pflege und Pallitiativmedizin zu begegnen. Bei Vorhandensein adäquater Behandlungs- und Betreuungsangebote sinkt der Wunsch nach einer Patientenverfügung !   

Diese Zusammenhänge sollte man sich zumindest bewusst machen und eben erst dann eine Entscheidung für oder gegen eine Patientenverfügung treffen.

MEHR ZUR PATIENTENVERFÜGUNG: SKFM.de/THEMA: PATIENTENVERFÜGUNG.pdf

 

> "VORSORGEVOLLMACHT": Ein automatisches gesetzliches Vertretungsrecht für Familienangehörige, Ehepartner und erwachsene Kinder besteht füreinander nicht. Dies ist in der Bevölkerung weithin unbekannt ! Genauso wichtig, wenn nicht sogar viel wichtiger, ist daher eine "Vororgevollmacht", in der für eine oder mehrere selbst ausgewählte Vertrauenspersonen die rechtliche Vertretungsbefugnis für alle denkbaren

Rechts- und Lebensbereiche erteilt wird. Somit auch im Bereich Gesundheit. Mit einer Vollmacht kann situationsgerecht gehandelt und entschieden werden, auch und gerade in einer sehr ernsten Erkrankungs-Situation. Hierbei kann eben auch das Prinzip Hoffnung und der medizinische Fortschritt bei der Entscheidungsfindung entsprechend Berücksichtigung finden und konkret situationsgerecht entschieden werden.

Eine Vollmacht sollte sich jedoch nicht nur auf den Bereich Gesundheit erstrecken, sondern auch auf die Bereiche: Finanzielle Regelungen, Vermögenssorge (falls vorhanden), Regelung von Behördenangelegenheiten, Aufenthaltsbestimmungs-regelungen, etc., damit die Bevollmächtigten in möglichst allen Lebensbereichen für hilfebedürftige Vollmachtgeber situationsgerecht handeln und entscheiden können.

Das Vertrauensverhältnis zu den privat bevollmächtigten Personen ist hierbei jedoch von zentraler Bedeutung, denn es erfolgt keine staatliche Kontrolle.

Ohne Familienangehörige oder ohne unmittelbare Vertrauensperson könnte dann die "Betreuungsverfügung" der bessere Weg sein, denn in der "rechtlichen Betreuung" erfolgt die Kontrolle über das örtlich zuständige Betreuungsgericht.

Diese vorsorgenden Verfügungen sollten sorgfältig und gut überlegt sein, denn es geht um Sie selbst - um ein selbstbestimmtes Leben auch im Erkrankungsfall !

Kostenlose Informationen erhalten Sie bei den örtlich zuständigen Betreuungsvereinen und den Betreuungsbehörden. Ihre Beratungsstellen zum Thema in der Südpfalz:

 
 
 
      

MALU DREYER

MINISTERPRÄSIDENTIN  VON RHEINLAND-PFALZ

STV. SPD-BUNDESVORSITZENDE 

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ANDREA NAHLES MdB

VORSITZENDE DER SPD-BUNDESTAGSFRAKTION

SPD-BUNDESVORSITZENDE