24.02.2016 in Arbeit

> DEMOGRAFISCHER WANDEL: FACHKRÄFTESICHERUNG IM GESUNDHEITSWESEN - Eine gemeinschaftliche Aufgabe !"

 
 

DEMOGRAFISCHER WANDEL: FACHKRÄFTE-SICHERUNG IM GESUNDHEITSWESEN - Eine gemeinschaftliche Aufgabe !"  PFALZ-EXPRESS.de/ASG 

Das Gesundheits- und Sozialwesen in Deutschland ist mit seiner hohen gesellschaftspolitischen Relevanz eine Branche von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Zahlen sprechen für sich: Über 6 Millionen Bürger/-innen arbeiten aktuell im gesamten Gesundheits- und Sozialsektor in Deutschland. (vgl.: BMWI.de/Gesundheitswirtschaft).

Ihr Beitrag zum Bruttosozialprodukt beträgt etwa 11 Prozent.  Tatsache ist auch, dass in vielen Landkreisen und Städten zusätzlich zu den verschiedenen Betrieben der mittelständigen Wirtschaft, gerade Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, wie Pflegeheime, stationäre/ambulante Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie für Menschen mit Behinderung und allen voran die Krankenhäuser mit die größten Arbeitgeber sind,

auch in der Südpfalz (vgl.: Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in der Südpfalz !). 

Durch den vorhersehbaren Fachkräftemangel im ärztlichen und pflegerischen Bereich stehen fast alle Gesundheits- und Sozialeinrichtungen zukünftig vor großen Herausforderungen. Ähnliches gilt für den Fachkräftemangel in Rehabilitations-Einrichtungen, in der Kinder- und Jugendhilfe, in Kindertagesstätten, in Pflegeheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.  

Die von „hoher Komplexität getragenen Arbeitsbedingungen und die immer noch ausbaufähige Familienfreundlichkeit“ im Gesundheits- und Sozialsektor gehören in den Fokus der Betrachtung, um adäquate und tragfähige Lösungen für die Zukunft erarbeiten zu können. Auch in diesem Sektor wird mit sehr hohem Qualifikationsniveau sehr hart gearbeitet oft mit Schichtdiensten bei im Durchschnitt mittelgradiger Bezahlung. Dieser Gesamtkontext ist in seiner Auswirkung nicht zu unterschätzen, denn andere Berufe könnten attraktiver sein, wenn sich nichts verbessert. 

„Die meisten Arbeitgeber, die Kommunen und vor allem die Landesregierung Rheinland-Pfalz haben diese Problematik bereits erkannt“Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer stehen angesichts einer steigenden Behandlungs- und Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung (demografische Entwicklung), dabei in gemeinsamer Verantwortung. „Alle Beteiligten und relevante politische Entscheidungsträger sollten auch zukünftig weiterhin konstruktiv in diesem obligatorischen Weiterentwicklungsprozess miteinander zusammen arbeiten.“ 

„Gemeinsam stark in fairer und vertrauensvoller Kooperation für eine bestmögliche Gesundheits-versorgung, so wie heute auch in der Zukunft“.   In diesem Sinne  Ihr Michael Falk 

 

23.10.2015 in Arbeit

> Herausforderung: "Digitalisierung in der Arbeitswelt !" MdEP Jutta Steinruck News

 

 

Bild: Jutta Steinruck MdEP"beschäftigungs-politische Sprecherin" 

der europäischen sozialdemokratischen Fraktion S & D !

Bildquelle & mehr Info:

FB.com/Jutta-Steinruck 

JUTTA-STEINRUCK.de

Vorsitzende des Parteirates der

SPD RHEINLAND-PFALZ

 

31.03.2015 in Arbeit

Initiative Gesundheit & Arbeit: Neuer IGA-Report 2015 - "Betriebliche Gesundheits-förderung zahlt sich aus !"

 

> Bericht siehe: AERZTEBLATT.de/Betriebliche-Gesundheitsförderung-zahlt-sich-aus

Bildquelle & mehr Informationen zur Initiative "Gesundheit und Arbeit" siehe: IGA-Info.de 

sowie: IGA-Info.de/IGA-Aktuell-Newsletter/01-2015.pdf

UNTERNEHMENS-WERT-MENSCH.de

Betriebliche Gesundheitsförderung lohnt sich. Darauf verweist die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga), die für ihren neuen Report rund 2.400 Studien ausgewertet hat.

Demnach können Unternehmen mit jedem Euro, den sie in die Gesunderhaltung der Belegschaft investieren, im Ergebnis 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten einsparen.

Denn laut Report sinken durch die betriebliche Gesundheitsförderung die krankheits­bedingten Fehlzeiten um durchschnittlich ein Viertel. (...)

> Bericht siehe: AERZTEBLATT.de/Betriebliche-Gesundheitsförderung-zahlt-sich-aus

HERAUSFORDERUNG DER ZEIT: ÖKONOMIE, DEMOGRAFIE, ARBEIT & GESUNDHEIT !

"DEMOGRAFIE, ARBEIT UND GESUNDHEIT !"

23.02.2015 in Arbeit

> ARBEITSBEDINGUNGEN: "Berufsalltag für Pflegekräfte attraktiver gestalten !"

 

> vgl.: AERZTEBLATT.de/ Pflege

Uni-WH.de/Studie-Pflege & ACIP.de

RLP.de/Pflege & MSAGD. RLP.de/ Pflege

Bildquelle: www.rlp.de/archiv 

THEMENREPORT-PFLEGE-2030.PDF

Bundesweite Plegebedürftigkeitszahlen

Aerzteblatt.de/Zahl-der-Pflegebeduerftigen-

steigt-auf-2,5-Millionen

RLP.de/Pflege & MSAGD.RLP.de/Pflege

"Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe DBfK" siehe: DBfK.de DPR.de 

> RLP-ZUKUNFTSPROGRAMM "GESUNDHEIT und PFLEGE 2020": MSAGD.RLP.de

DEMOGRAFIE, ARBEIT & GESUNDHEIT ! 

21.10.2014 in Arbeit

> MdB Thomas Hitschler: SPD für deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen !

 

Bild: Thomas Hitschler MdB

> zum Thema: PFALZ-EXPRESS.de

Ihr Bundestagsabgeordneter für die Südpfalz !  SPDFraktion.de

Vorsitzender der SPD-Südpfalz ! siehe: SPD-Suedpfalz.de

> Webseite: Thomas-Hitschler.de

TOP-THEMEN der ZEIT: GESUNDHEIT, ARBEIT FACHKRÄFTESICHERUNG !

16.08.2014 in Arbeit

UNTERNEHMENSFÜHRUNG& MANAGEMENT

 

> "Gesundheitsförderung als Führungsauf-gabe in Wirtschaft und Verwaltung !"

DEUTSCHES NETZWERK BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG: DNBGF.de 

Bildquelle & mehr Informationen siehe: Psyga.Info/Elearning-Tool

"Förderung mentaler

Gesundheit als 

Führungsaufgabe !"

> Direktlink siehe: Psyga.Info/eLearningTool   Praxisordner: Psyga.Info/Sammelordner.PDF

"Verwaltung der Zukunft !"

> siehe: BMAS.de/Verwaltung-der-Zukunft

> Direkt zum BerichtINQA.de/Verwaltung

> "BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER ZUSAMMENHANG": Healthy-Workplaces.EU

06.08.2014 in Arbeit

"BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER NUTZEN DES MANAGEMENTS VON PSYCHOSOZIALEN RISIKEN IN DER ARBEITSWELT !"

 

Bildquelle und mehr Informationen siehe: Healthy-Workplaces.EU

"Initiative Neue Qualität der Arbeit" siehe: INQA.de/Startseite

"Bundesministerium für Arbeit und Soziales" zum Thema siehe: BMAS.de & Aerzteblatt.de

"Angebot der Initiative neue Qualität der Arbeit" siehe: PSYGA.Info/GESUNDHEITSGERECHTE-UNTERNEHMENSKULTUR

"IGA-REPORT 2014" Initiative Gesundheit & Arbeit: IGA-Info.de/Report-2014

> ASG-TIP & EMPFEHLUNG: TOP-THEMA der ZEIT - ARBEITSBEDINGUNGEN ! <

10.07.2014 in Arbeit

DGPPN-STUDIE: Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz europaweit unterschätzt !

 

Bildquelle, Studie & mehr Informationen siehe: DGPPN.de/Pressemitteilungen

DGPPN-Studie siehe: DGPPN.de/DGPPN-Studie

Psychosoziale Risiken bei der Arbeit - Gefahren erkennen und Schutz verstärken ! - Innereuro-päischer Vergleich der Gefährdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber bezüglich psychischer Belastungen am Arbeitsplatz !

18.04.2014 in Arbeit

Studie Arbeitswelt: Stress- und Arbeits-Belastung nimmt in allen Branchen zu !

 

Hamburg – Führungskräfte in deutschen Unternehmen sind besonders stress-gefährdet: Acht von zehn Managern sind gestresst, drei von zehn stehen unter Dauerdruck. Damit liegen sie knapp vor ihren Mitarbeitern, den Angestellten. Von den Selbstständigen bezeichnen sich sieben von zehn als gestresst, entspannter sind die Beamten und Arbeiter, von ihnen sind es sechs von zehn. Das berichtet die "Techniker Krankenkasse (TK)" nach einer bevölkerungsrepräsentativen Forsa-Umfrage.

„Besonders stressgefährdet sind Führungskräfte in sogenannten Sandwich-Positionen zwischen zwei Hierarchieebenen. Sie müssen gleichzeitig den Ansprüchen ihrer Führungskräfte und ihrer Mitarbeiter gerecht werden und dazu auch denen ihrer Familie“, sagte der TK-Psychologe Heiko Schulz.

STUDIE der "Techniker Krankenkasse" siehe: tk.de//TK-Studienband-Stressumfrage

Mehr Informationen siehe: aerzteblatt.de/Mittleres-Management-stressgefaehrdet

Mehr zum Thema vgl. auch: aerzteblatt.de/Strategien-geg.-Belastungen-Arbeitsplatz

 

11.03.2014 in Arbeit

ÄrztInnenverband "Marburger Bund": Keine Aufweichung europäischer Arbeitnehmerschutz-Standards !

 

           

     Mehr Informationen siehe: aerzteblatt.de/MB

 

   

Mehr Informationen siehe auch: Marburger-Bund.de

07.01.2014 in Arbeit

AKTUELLE STUDIE: Pflegekräfte an der Belastungsgrenze !

 

> Mehr Informationen siehe: www.aerzteblatt.de/Pflege

POLITIK - Pflegekräfte am Limit ! - 7. Januar 2014

Saarbrücken – Die Pflegearbeit im Krankenhaus leidet unter knappen Mitteln und wachsenden Aufgaben. Besonders der bereits bestehende Fachkräftemangel bringt Beschäftigte an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Diese schlechten Arbeitsbedingungen verstärken wiederum den Pflegemangel. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie des Saarbrücker "ISO-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft".

In den sozialen Diensten setze sich mehr und mehr eine Markt- und Wettbewerbslogik durch, schreiben Lukas Nock, Volker Hielscher, Sabine Kirchen-Peters von dem Forschungsinstitut. (...) „Alles muss so organisiert werden, dass der Patient in der vorgegebenen Zeit alle notwendigen Prozeduren durchläuft. Dies begünstigt eine Industrialisierung der Pflegearbeit“, schreiben die Autoren.

> Mehr Informationen siehe: www.aerzteblatt.de/Pflege

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ASG-SÜDPFALZ UNTERSTÜTZT 30-VERBÄNDE-RESOLUTION ZU GESUNDHEIT


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30.11.2013 in Arbeit

DGPPN-Kongress: Stress am Arbeitsplatz - Arbeitgeber, Politik und Beschäftige sind gefordert !

 

Bild: DGPPN-Präsident Prof. Dr. med. Wolfgang Maier
(Foto: DGPPN)

Presseveröffentlichung der "Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)" zum aktuellen DGPPN-Kongress vom 27.11. - 30.11.2013 in Berlin, vgl.: www.dgppn.de

"Stress am Arbeitsplatz: Arbeitgeber, Politik und Beschäftige sind gefordert !"

- Globalisierung, Technologisierung – die moderne Arbeitswelt unterliegt ständigem Wandel: Viele Erwerbstätige fühlen sich durch Arbeitsmenge, Zeitdruck und Unterbrechungen gestresst, mit negativen Auswirkungen auf ihre körperliche und psychische Gesundheit.

Auf ihrem Jahreskongress fordert die DGPPN deshalb heute in Berlin, psychosoziale Risikofaktoren in der Arbeitswelt stärker zu berücksichtigen und in die gemeinsame Verantwortung von Arbeitgebern, Politik und Beschäftigten zu rücken.

> Detailierte Informationen siehe: www.dgppn.de/stress-am-arbeitsplatz

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26.10.2013 in Arbeit

Progressive Allianz (PA): AUFRUF FÜR GUTE ARBEIT !

 

(Foto: www.spd.de/ Anders Löwdin)

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Presseveröffentlichung der SPD-Bundespartei vom 25.10.2013,
> vgl.: www.spd.de/aktuelles

Aufruf für gute Arbeit!

Für das kommende Jahr sind weltweit Veranstaltungen und Konferenzen der Progressive Alliance geplant.

Die Progressive Alliance (PA) hat am Donnerstag ihren ersten Aufruf in Stockholm gestartet. Unter dem Motto „Decent Work Worldwide“ ruft die Organisation weltweit Regierungen, Gewerkschaften und Unternehmen dazu auf, ein Abkommen für gute Arbeit, faire Löhne und bessere Bildung zu unterzeichnen.

Der Aufruf richtet sich sowohl an Parteien und Organisationen, die der Progressive Alliance (PA) selber angehören, als auch an Regierungen, Unternehmen und internationale Organisationen. Zu Letzterem zählt zum Beispiel der Internationale Währungsfond (IWF). Ziel ist es, gute Politik für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten laut der PA folgende Maßnahmen umgesetzt werden: 


> vgl.: www.spd.de/aktuelles

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30.04.2013 in Arbeit

Aktuelle Studie zu den Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialsektor in Deutschland

 

Veröffentlichung der Hans-Böckler-Stiftung
im "Böckler Impuls 6/2013", vgl: www.boeckler-stiftung.de

Arbeitsbedingungen

Kostendruck dominiert soziale Berufe

Die sozialen Dienste leiden unter knappen Mitteln und wachsenden Aufgaben. Beschäftigte bringt das regelmäßig an die Grenze ihrer Belastbarkeit.

Mehr als drei Millionen Menschen arbeiten laut Statistischem Bundesamt in Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsberufen.

Die Branchen, in denen sie tätig sind, stehen unter dem Druck einer zunehmenden Ökonomisierung: In den sozialen Diensten setze sich mehr und mehr eine Markt- und Wettbewerbslogik durch, schreiben Volker Hielscher, Lukas Nock, Sabine Kirchen-Peters und Kerstin Blass. Als Beispiel nennen sie die Einführung des Budgetprinzips in der Pflegeversicherung: Unabhängig vom tatsächlichen Hilfebedarf gelte eine feste Grenze für finanzielle Leistungsansprüche.

Gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung haben die Wissenschaftler vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft Saarbrücken und der Universität Heidelberg untersucht, wie sich der Trend zur Ökonomisierung auf die Arbeitsbedingungen auswirkt. Ihr Ergebnis: Altenpfleger, Sozialarbeiter und Erzieherinnen sind konfrontiert mit "Zeitnot, Druck zur Kostenersparnis und Verdichtung der Arbeit". Darunter leiden die professionellen Ansprüche der Beschäftigten - und ihre Gesundheit.

Die Erkenntnisse der Sozialforscher beruhen auf Fallstudien in der Altenpflege, Jugendhilfe und Kindertagesbetreuung. Insgesamt haben sie 82 Führungskräfte, Arbeitnehmervertreter und Beschäftigte von 16 Einrichtungen in Rheinland-Pfalz und Thüringen interviewt. Zusätzlich führten sie bundesweit eine standardisierte Online-Befragung von fast 1.400 Arbeitnehmern der untersuchten Branchen durch.

Pflegeheime: Den größten Ökonomisierungsdruck attestieren die Autoren der stationären Pflege. "Strukturelle Erzeugung von Zeitnot" führe dort zu steigender Arbeitsverdichtung. Arbeitseinsätze von bis zu zehn Tagen hintereinander und massive Überstunden seien an der Tagesordnung. Aufgaben verschöben sich daher zunehmend in Richtung einer "Satt-und-Sauber-Pflege", also bloßer körperlicher Grundversorgung. So entstehe eine Diskrepanz zwischen den Sachzwängen der Praxis und dem beruflichen Selbstverständnis der Beschäftigten, die gute, "aktivierende" Pflege leisten wollen. Die Folge: Bei der Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen schneidet die stationäre Pflege am schlechtesten ab.

Pflegedienste: Auch auf die ambulante Pflege wirken sich ökonomische Zwänge immer stärker aus. Das Hauptaugenmerk der Leitungskräfte gelte der Kundenakquise und der Optimierung von Touren, so die Wissenschaftler. Dabei werde das Zeitmanagement systematisch auf die Selbststeuerung der Mitarbeiter verlagert, die selbst abwägen müssen, wie viel Zeit sie pro Patient aufwenden. Ein weit verbreitetes Phänomen ist atypische Beschäftigung: Wegen der individuellen zeitlichen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen kommen im Vergleich zu den anderen untersuchten Branchen besonders viele Teilzeitkräfte zum Einsatz.

Jugendhilfe: Den so genannten Allgemeinen Sozialen Dienst schätzen die Forscher generell als einen stressigen Tätigkeitsbereich ein. In letzter Zeit seien wachsende Fallzahlen und immer komplexere Einzelfälle hinzugekommen - bei stagnierenden Personalzahlen. Daher hätten viele Fachkräfte ihre persönliche Kapazitätsgrenze erreicht. Ähnlich wie bei der stationären Pflege führe die Verdichtung der Arbeit zu einer Verdrängung von Aufgaben: Abstriche müssten Sozial­arbeiter in erster Linie bei der Aktivierung der betreuten Jugendlichen machen, also bei der "Hilfe zur Selbsthilfe". Stattdessen seien sie gezwungen, vermehrt Druck und Kontrolle auszuüben.

Kindertagesbetreuung: Aufgrund der erhöhten politischen Aufmerksamkeit seien zuletzt erhebliche Ressourcen in den Kita-Ausbau geflossen, schreiben die Wissenschaftler. Daher sei der Ökonomisierungsdruck dort im Vergleich zu den anderen untersuchten Branchen eher moderat. Trotzdem gebe es teilweise Engpässe, insbesondere bei Sachmitteln und der Weiterbildung. Erhöhte Anforderungen an die frühkindliche Bildung bedeuteten zusätzlichen zeitlichen Aufwand. Aufgaben wie Planung und Organisation müssten Erzieherinnen zum Teil in der Freizeit erledigen.

Insgesamt machen die Sozialwissenschaftler in allen untersuchten Einrichtungen "Elemente von Verknappung und Vermarktlichung" aus. Für die Arbeitnehmer bringt das teilweise gesundheitliche Belastungen mit sich: Insbesondere in der Pflege sehen viele Beschäftigte einen Zusammenhang zwischen den Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Problemen. Daher fordern die Autoren der Studie ein Umdenken in der Sozialpolitik: Das "neoliberale Modell" in den sozialen Diensten scheine "insgesamt kontraproduktiv auszufallen - sowohl für die Arbeitssituation der dort Beschäftigten als auch für die Qualität der Dienstleistungen". Hochwertige Dienstleistungen seien ohne eine angemessene Ressourcenausstattung nicht zu haben.

Quellen: Volker Hielscher u. a.: Zwischen Kosten und Anspruch: Das alltägliche Dilemma sozialer Dienstleistungsarbeit, Springer VS, Wiesbaden 2013.

Veröffentlichung der Hans-Böckler-Stiftung
im "Böckler Impuls 6/2013"
, vgl: www.boeckler-stiftung.de

      

MALU DREYER

MINISTERPRÄSIDENTIN  VON RHEINLAND-PFALZ

STV. SPD-BUNDESVORSITZENDE 

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ANDREA NAHLES MdB

VORSITZENDE DER SPD-BUNDESTAGSFRAKTION

SPD-BUNDESVORSITZENDE